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Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Nürnberg
Löschzug Buchenbühl

Sehr geehrter Besucher, nachfolgend finden Sie die Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Nürnberg - Löschzug Buchenbühl:

Gliederung:

 

 

Am 13. Januar 1922 gründeten der ehemalige Rottenführer der Freiwilligen Feuerwehr Gleishammer Josef Geuss und weitere fünf

Gründungsmitglieder in der 1919 entstandenen Siedlung Buchenbühl eine Freiwillige Feuerwehr. Auf Anhieb waren 30 aktive Mitglieder

zur Stelle, die mit einem regen Übungsprogramm begannen. Kontakte zu anderen Feuerwehren wurden geknüpft, die Geselligkeit kam

dabei nicht zu kurz. Der Gründer und 1. Kommandant Geuss blickte 1923 bereits auf 25 Jahre Feuerwehrtätigkeit zurück. In der Folgezeit

übten die Männer so intensiv, dass die im Jahre 1925 erfolgte Inspektion durch den Bezirkskommandanten Wohlfart mit Auszeichnung

bestanden wurde.

 

Zum erstenmal ernst wurde es am 6. Mai 1927. An der Stelle des heutigen Saalbaus brach in der damaligen „Blockhütte“ Feuer aus! 19 Männer der Buchenbühler Wehr waren an der Einsatzstelle. Das Jahr 1927 war sehr ereignisreich. Neben dem fünfjährigen Jubiläum befinden sich 33 Eintragungen in der Chronik. Im September 1929 werden die Buchenbühler zweimal hintereinander vom Feueralarm aufgeschreckt. Am 4. brennt es bei Strobel, Froschbrücklein 15, drei Tage später ein Großfeuer im Holzwerk am Hahnenbalz.

Am 16. Mai 1931 erfolgte die Übergabe des damals neuen Gerätehauses auf dem heutigen Schulgelände in der Kalchreuther Straße durch Baurat Bethke von der Berufsfeuerwehr. Das zehnjährige Jubiläum wird am 11. Juni 1932 mit einer großen Übung am Felsenkeller begonnen, von der uns zahlreiche Fotografien erhalten blieben. Dazu erhalten die Buchenbühler eine neue Holzleiter. Im Zuge der Feierlichkeiten werden die Gründungsmitglieder Geuss, Fensel, Häffner, Bezold, Huber und Bickel von Stadtrat Harbauer und Branddirektor Sandberg besonders geehrt.

 

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Der letzte vorhandene Eintrag in der „alten“ Chronik spricht im Jahr 1934 tiefsinnig von einer Schlussübung mit der Ziegelsteiner Nachbarwehr und der Freiwilligen Sanitätskolonne Nürnberg. Es gilt aber als erwiesen, dass auch in der folgenden schweren Zeit des zweiten Weltkrieges, die Feuerwehr in Buchenbühl treu und brav ihren Mann stand, obwohl aufgrund neuer antisemitischer Gesetze einige alte Gründungsmitglieder zum Ausscheiden gezwungen wurden. Über das genaue Wirken in dieser Zeit liegen keine Aufzeichnungen vor, da diese von den Siegermächten aus der Chronik entfernt wurden und bis zum heutigen Zeitpunkt leider nicht rekonstruiert werden können.

Bekannt ist aber, dass noch Während der Besatzungszeit im Sommer 1947, nach dem großen Waldbrand im Sebalder Forst, der Brandmeister Friedrich Dämpfling den Wiederaufbau der Löschgruppe Buchenbühl in die Hand nahm. Die vorhandenen Geräte waren ein alter Karren mit Tragkraftspritze und eine fahrbare Schlauchhaspel. Das 25-jährige Bestehen wird mit zweijähriger Verspätung im September 1949 gefeiert, der Gründer Josef Geuss wird bei diesem Anlass zum Ehrenmitglied ernannt. Im Mai 1950 erhält die Gruppe ein Fahrzeug mit Hänger zum Mannschafts- und Gerätetransport, beides wird Anfang 1952 gegen ein LF 8 ausgetauscht. Die Löschgruppe erreicht wieder die Stärke von 30 Mann und wird, bedingt durch ihre günstige Lage, oft bei Waldbränden im Norden aber auch bei Grosseinsätzen zur Entlastung der Berufsfeuerwehr alarmiert.

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In den folgenden Jahren bewältigte die neue Mannschaft ein umfangreiches Einsatz- und Übungsprogramm. Im ersten Halbjahr 1954 rücken sie nicht weniger als neun mal aus und ernten da für Lob und Anerkennung. Im Jahr 1959 wird das Gerätehaus erweitert und die Gruppe erhält ein LF 25.

Nach fast zwanzigjähriger Leitung übergibt der inzwischen zum Oberbrandmeister ernannte Gruppenführer Friedrich Dämpfling aus Altersgründen am 26. November 1965 die Amtsgeschäfte an seinen Sohn Konrad, der seit 1949 in der Wehr aktiv ist. Das Vereinsleben bietet den Mitgliedern weiterhin Abwechslung. Kontaktpflege wird über Bayern hinaus bis nach Österreich betrieben. Von 1961 bis 1971 fährt die Buchenbühler Feuerwehr über 30 Einsätze, darunter das Feuer im Heim des Buchenbühler Sportvereins.

1973 wurde das TLF 16 ausgemustert und wurde durch ein LF 16/TS ersetzt. Um das neue Fahrzeug unterbringen zu können, musste das „alte“ Gerätehaus auf den Schulgelände in seiner gesamten Höhe um circa 90 cm angehoben werden. Im Jahre 1974 stand die Wehr wieder vor dem Problem „Gerätehaus“. Die Wehr erhielt ein weiteres LF 16/TS aus den Bestand des Katastrophenschutzes und verfügte über keinerlei Unterstellmöglichkeit. Dieses Fahrzeug wurde dann nach langem hin und her in der Kongresshalle untergebracht. Da diese Lösung einen großen zusätzlichen Zeitaufwand beim Ausrücken beanspruchte, entschloss sich die Buchenbühler Wehr, einen anderen Standort zu suchen, was eine rege Aktivierung der Politik und der Presse nach sich zog.

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Von 1975 ab übernahm der damalige Löschmeister Jürgen Geisler die Löschgruppe. Auch der neue Betreuer Fritz Falk wurde durch seinen Vorgänger Riess in sein Amt eingeführt. Als eine weitere Errungenschaft. Im Jahre 1975 konnte der Einbau eines Funkgerätes in das erste LF 16/TS verbucht werden.
Die Alarmierung machte der Wehr jedoch noch schwer zu schaffen. Im alten Teil von Buchenbühl wurden die Feuerwehrkameraden mit Hauswecker alarmiert, doch im neuen Siedlungsteil konnten solche nicht installiert werden. Aus diesem Grund entschloss man sich 1978 von Seiten der Berufsfeuerwehr eine funkgesteuerte Sirene am Paulusstein einzurichten. 1979 konnte dann eine zweite Sirene im Nuschelbergweg installiert werden, die noch heute ihren Dienst tut. Somit konnten nun auch die Kameraden im neuen Teil von Buchenbühl alarmiert werden. Aufgrund der verbesserten Alarmierung konnte die Wehr im März 1979 erstmals als Löschzug mit zwei LF 16/TS in voller Mannschaftsstärke zum Dammbruch in Katzwang ausrücken.

1980 wurde im damaligen Vereinslokal eine Standarte eingeweiht. 1981 übergab der Betreuer Fritz Falk seine Tätigkeit an den Kollegen Manfred Scherzer. Nachdem die Buchenbühler Feuerwehr schon seit zehn Jahren bei der Stadt Nürnberg über die schlechte Unterbringung der Fahrzeuge und der Mannschaft klagte, konnte im Jahr 1982 das Grundstück für das neue Gerätehaus in der Rathsbergstraße abgesteckt werden. Im gleichen Jahr wechselte die Wehr ihr Vereinslokal, da der neue Pächter sein Lokal als reines Speiselokal betreiben wollte.

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1983 ging es dann richtig zur Sache! Im August halfen sämtliche aktiven Kameraden bei den Rodungsarbeiten mit - unterstützt wurden sie von den Forstamtskollegen Scholz und Knittel. Dies war eine freiwillige Leistung, welche die Wehr gerne aus eigener Muskelkraft erbrachte. Am 19.10.1983 wurde in Anwesenheit des Bürgermeister Prölss, Branddirektor Bauer und seinen Mitarbeitern Bumiller, Wittmann, Schneider, sowie einer Abordnung unserer Wehr der Grund-stein für das neue Gerätehaus gelegt.

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Die Rohbau-Fertigstellung und das Richtfest wurden am 19.12.1983 gefeiert. 1984 übergab Betreuer Manfred Scherzer das Amt an seinen Kollegen Horst Fischer. Am 13.10.1984 konnte das lang ersehnte Gerätehaus für unsere Wehr endlich eingeweiht werden. Jetzt stand ein eigener Unterrichtsraum sowie die neue, geräumige Fahrzeughalle zu Verfügung.
Kurz nach dem Einzug konnte dann auch das neue TLF 16 in Empfang genommen werden. Dieses Fahrzeug mit eingebautem Wassertank war durch die Lage Buchenbühls an der Autobahn und den ausgedehnten Waldflächen auch dringend erforderlich.
Als eine der ersten Wehren in Nürnberg konnten wir aus eigenen Mitteln die ersten drei Funkmeldeempfänger beschaffen.

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1985 konnte das erste Feuerwehrfest am neuen Gerätehaus gefeiert werden, das viele Jahre lang großen Anklang fand. 1986 konnte wiederum aus eigenen Mitteln die gesamte Mannschaft mit Regenmänteln ausgestattet werden. 1987 stand erneut ein Wechsel der Betreuer an: Kamerad Fischer übergab sein Amt an Robert Bauer. Im April 1987 wurde die Monatsversammlung durch eine Brandmeldung jäh unterbrochen: Das Vereinsheim des VSVN im Wildenfelsweg stand in Flammen. Bei diesem gefährlichen Nachteinsatz erlitten zwei Kameraden durch eine plötzliche Windrichtungsänderung schwere Rauchvergiftungen, obwohl sie den Sicherheitsabstand zum Brandherd eingehalten hatten. Beide Kameraden wurden umgehend versorgt und haben keine weiteren Schäden davon getragen.
Ebenfalls gut in Erinnerung dürfte unseren damaligen Kameraden der Brandeinsatz im Buchenbühler Weg im Januar 1988 sein: Ein Wohnhausbrand, erschwert durch eine spiegelglatte Fahrbahn nach einem Eisregen forderte Mannschaft und Gerät bis aufs letzte.

Im Jahr 1989 stand ein Wechsel im Fahrzeugpark an: Die alten LF 16/TS wurden durch eine neue Fahrzeuggeneration aus Bundbeständen ersetzt. Dabei wurde die Ausstattung des Fahrzeugparks durch einen Rüstwagen „RW1“ deutlich verbessert. Damit waren die Möglichkeiten besonders bei Verkehrsunfällen schnelle Hilfe zu leisten, aufgrund der neuen hydraulischen Rettungsgeräte, erheblich gestiegen.
Spektakuläre Einsätze waren im Februar und Juli 1989 zu verzeichnen: Zunächst ein Grossbrand in der Fa. Schwan Stabilo in der Pirkheimer Straße, sowie ein gefährlicher Einsatz bei der Fa. Kabelmetall Neumeyer bei dem es Gasaustritt mit Brandfolge zu bekämpfen galt. Nachdem sich die Funkmeldeempfänger sehr gut bewährt hatten, wurden Zug um Zug weitere Geräte aus vereinseigenen Mitteln beschafft.
1990 ermöglichte eine großzügige Spende der Fa. Franke Dienst die Anschaffung von Schutzjacken für die gesamte Mannschaft. Weniger erfreulich war hingegen der Anlass zur Beschaffung der noch heute in Funktion befindlichen Alarmanlage. Vorausgegangen waren zwei versuchte Einbrüche, bei denen auch die Fahrzeugtore beschädigt wurden. Turbulent fing das Jahr 1990 an. Nachdem im Februar bereits zahlreiche Unwettereinsätze durch den Orkan "Vivian" gefahren wurden, kam das Dicke Ende am 1. März: Das Unwetter Wibke forderte von allen Wehren in Nürnberg zahllose Einsatzstunden. Die Buchenbühler Wehr war in über 12 Stunden an 18 Einsatzstellen tätig. Doch lange währt die Ruhe danach nicht: Bereits am 30. 3. stand in der Ludwig-Feuerbach-Strasse der gesamte Dachstuhl der Fa. Kaufmarkt in Flammen.
Zur besten Zeit, zwischen 3 und 4 Uhr morgens, wurden wir am 9. Oktober 1991 zum Einsatz gerufen. Das gut 20 km entfernte Brunn war als Ziel angegeben! Der Scheuenbrand, bei dem beträchtliche Mengen an Heu glühten, beschäftigte uns bis weit in den Vormittag.
Einen freudigen Anlass hingegen stellte in diesem Jahr das Eintreffen eines fabrikneuen LF16/TS aus Katastrophenschutzbeständen dar.

1992 übernahm Kamerad Klaus Libor das Betreueramt von Robert Bauer. Das Jahr neue Einsatzjahr 1993 fand sich schon am 4. Januar mit einem Hausbrand im August-Euler-Weg ein. Nicht einmal zwei Wochen später, am 16.1.1993 stand ein Brandeinsatz im Felsenkeller an. Auch diesmal war wieder ein Wohnhaus betroffen. Der Löschangriff erfolgte von außen und über eine von der Berufsfeuerwehr bereitgestellte Drehleiter.
Einen der bisher größten Meilensteine unserer Vereinsgeschichte stellte die Gründung unserer Jugendfeuerwehr im selben Jahr dar. Gründungsmitglieder waren Reinhold Stolk und Benjamin Schumann – die Betreuung wurde von den erfahrenen Kameraden Stefan Roth und Dieter Plank übernommen. Noch im selben Jahr erhielten die neuen Kameraden aufgrund ihrer Leistungen die Bayerische Jugendleistungsspange sowie das Deutsche Sportabzeichen. Die Jugendfeuerwehr zählte 1994 schon fünf Mitglieder.
Erneut Unwetterfolgen waren es, die uns am 28. 1. 1994 auf Trab hielten: Acht Einsätze an Stück waren zu fahren. Im Sommer lag der Arbeitseinsatz nach heftigen Gewittergüssen im südlichen Teil der Stadt, und schon fast fernab von unserem üblichen Einsatzgebiet. Am 18.7.1994 standen einige Keller im Bereich Bayernstrasse und Allersberger Strasse unter Wasser. Ein Grosseinsatz war dann, ebenfalls im Juli, noch zu bestreiten: Die Fa. Hofmann in der Edisonstrasse war betroffen. Die gesamte Lagerhalle brannte trotz des riesigen Feuerwehraufgebotes komplett aus.

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Im Jahr 1995 fand erstmals eine Großübung in Buchenbühl statt. Zusammen mit den Kameraden der FF Gartenstadt galt es, unser Sägewerksgelände am Hahnenbalz und den angrenzenden Wald von den imaginären Flammen zu retten. Ferner sollte geprüft werden, ob die Wasserversorgung des Werksgeländes über den Hochbehälter am Haidberg, von dem auch Buchenbühl gespeist wird, für den Ernstfall ausreichend wäre. So hatte auch die EWAG an diesem Geschehen reges Interesse – der ein oder andere Buchenbühler wird sich vielleicht noch an die nur noch tröpfelnden Wasserhähne im Ort erinnern können.Im Herbst 1995 verabschiedete sich nach 26 Dienstjahren, davon mehr als 11 in Buchenbühl, unser TLF 16.

Erneuter Wachwechsel beim Betreueramt im Jahr 1996: Kamerad Klaus Libor übergibt sein Zepter an Stefan Zink.
Nach gut drei Monaten ohne Wasservorrat könnten wir im Februar den Nachfolger für unser TLF 16 übernehmen. Die anhaltende Ruhe im Jahr 1996 führt dazu, dass zahlreiche besorgte Kameraden beim Löschzugführer neue Akkus für die Funkmeldeempfänger ordern wollten, da sie an einen Defekt glaubten. Tatsächlich wurde unsere Einsatzkraft in diesem Jahr weitestgehend geschont. Umso mehr Zeit blieb uns die Kameraden der Jugendfeuerwehr ins Übungsgeschehen zu integrieren. Neun Kameraden zählte unsere Jugendfeuerwehr in diesem Jahr.

Zu erwähnen wäre vielleicht noch, dass die Buchenbühler Feuerwehr seit 1984, dem Jahr der Gerätehauseinweihung Anschaffung aus Eigenmitteln getätigt hat, deren Summe 30.000 € bereits übersteigt! An dieser Stelle möchten wir uns recht herzlich bei allen fördernden Mitgliedern und allen anderen „edlen Spendern“ bedanken, die und bisher finanziell unterstützt haben. Ohne die Mittel aus den Vereinsbeiträgen wären diese Anschaffungen unmöglich gewesen, da sich die Stadt auch hinsichtlich der Mittel für Feuerwehren auf Sparkurs befindet.


Zum 75. jährigen Jubiläum im Jahre 1997 haben wir keinen Grund zur Klage: Vier Fahrzeuge umfasst der Bestand der Wehr, ein gastliches Gerätehaus und einen Mitgliederstand von 29 Aktiven Kameraden. Der Kamerad Fleischmann muss aufgrund seines Alters aus dem Aktiven Dienst in den Passiven Dienst wechseln. Was ein Feuerwehrmann in 40 Jahren Vereinsarbeit und Feuerwehrdienst erlebt und geleistet hat kann man nicht in Worte fassen. Der Kamerad wurde im Rahmen einer Feier geehrt.

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Das Jahr 1999 war keine Stunde alt, als wir von der Sylvesterfeier des Kameraden Stefan Roth zu einem brennenden Altkleidercontainer in der Hilpoltsteiner Straße gerufen wurden. Sieben Kameraden waren in dieser Sylvesternacht im Einsatz. Kaum standen die Fahrzeuge wieder in den Garagen, heulte die Sirene ein zweites mal auf. Um 03:09 Uhr wurde der Vollbrand einer Gartenhütte in der Ziegelsteinstraße gemeldet. Auch dieser Brand war offenbar durch Feuerwerkskörper ausgelöst worden. Gerade mal zwei Wochen später war ein Schwelbrand im Bierweg zu verzeichnen. Im ersten Halbjahr 1999 wurden wir zusätzlich nicht weniger als sechs mal auf den Autobahnabschnitt zwischen Tennenlohe und Behringersdorf gerufen. Das zweite Halbjahr verlief etwas ruhiger, bescherte jedoch weitere acht Brand- und Hilfeleistungseinsätze. Am zweiten Weihnachtsfeiertag fuhren wir wegen des anhaltenden Unwetters drei Einsätze am Stück – von losen Teilen auf dem Dach eines vierstöckigen Gebäudes bis zu „Baum auf Fahrzeug“ war alles dabei, was dass Einsatzleben so mit sich bringt.


Da die Angst vor Computerabstürzen, Stromausfällen und anderen technischen Fehlfunktionen zur Jahrtausendwende sehr groß war, hielt unsere Wehr in der Nacht des „Milleniums“ freiwillig Bereitschaft im Gerätehaus. Die Befürchtungen beruhten auf vermeintlichen Fehlfunktionen, ausgelöst durch die oft nur zweistelligen Jahreszähler in elektronischen BIOS-Systemen. Doch wie der Verlauf der Nacht zeigte, waren Befürchtungen dieser Art jedoch unbegründet. Einen Strich durch die Rechnung machte uns in dieser Nacht ein „Gerät“ welches nachweislich keine elektronischen Bauteile enthielt – unser bester Freund der Altkleidercontainer. Zur Abwechslung brannte jedoch einmal der Container am Paulusstein. Bis Ende April wurden wir dann aber wieder geschont. Nach einem relativ unspektakulären Jahresbeginn unterstützten auch wir, zusammen mit etwa einhundert Helfern der freiwilligen Feuerwehren Nürnbergs die Berufsfeuerwehr beim Großbrand im Sebaldusverlag. Nur einen Tag später wurden wir zu einer Luftnotlage an den Flughafen beordert – nach der Ankunft, waren wir jedoch heil froh, dass unsere Hilfe aufgrund der Landung nicht mehr benötigt wurde. Zu spät kam unsere Hilfe jedoch, als im August eine Familie aus Lichtenfels durch einen Auffahrunfall von der Autobahn abgedrängt wurde und der völlig deformierte Mazda sofort Feuer fing.


Das Jahr 2001 konnte ruhig angegangen werden, da sich ausnahmsweise kein Altkleidercontainer entzündet hatte. Bis zum ersten Großereignis am 05.Mai war unser Einsatz bei allen eingegangenen Alarmierungen unnötig. Erst der Absturz einer Cessna kurz nach dem Start, nahe der Autobahnausfahrt Behringersdorf ließ unseren Atem stocken. Dieser schreckliche Zwischenfall ereignete sich nur kurz nach dem Absturz eines Lea-Jets beim Landeanflug in der Nähe des Irrhains. Zehn weitere Einsätze sollten in diesem Jahr noch folgen. Unter anderem ein Kaminbrand im Froschbrücklein und ein Lagerhausbrand in der Münchener Straße.


Das Einsatzjahr 2002 begann mit einem durch Kinder verursachten Wohnwagenbrand am Steinbruch. Die folgenden Einsätze waren ein PKW Brand und ein Brand in einer Tiefgarage. Der zunächst längste Einsatz dieses Jahres war der Dachstuhlbrand in der Tannenbergstraße. Wir waren dort zusammen mit der Berufsfeuerwehr von Mitternacht bis zum Morgengrauen beschäftigt. Seit langem übernimmt unser Löschzug neben dem regulären Dienst Aufgaben im erweiterten Katastrophenschutz. In diesem Zusammenhang wurden wir das erste mal zur überörtlichen Hilfeleistung zu dem Schweren Hochwasser in Dresden gerufen. Am 13.August heulte gegen 23.00 Uhr die Sirene – schon 30 Minuten später waren wir mit dem LF16 TS und unserem Rüstwagen auf den Weg nach Dresden, wo wir in zwei Schichten von jeweils drei Tagen mit 10 Mann Hilfe Leisteten. Am eindrucksvollsten war nicht das Hochwasser selbst, sondern vielmehr der Zusammenhalt, den die Bevölkerung des Katastrophengebietes zeigte. Die Dankbarkeit der Bevölkerung war die ganze Zeit über spürbar und äußerte sich vor allem zu Beginn der Evakuierungsaktionen durch eine hervorragende Versorgung der Helfer, die anfangs größtenteils durch Privatmittel bereitgestellt wurde. Dieser Einsatz brachte jeden einzelnen von uns an seine Grenzen – 72 Stunden ohne Schlaf gehen eben an niemandem spurlos vorbei.

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Im September kam unser Rüstsatz zum Einsatz, nachdem am Bierweg ein LKW mit einem Kleinwagen kollidiert war. Der Fahrer des Kleinwagens konnte schnell gerettet werden, die Beifahrerin verstarb jedoch unmittelbar an den Folgen des Zusammenstoßes. Das starke Unwetter am 27.10.2002 bescherte uns ab 17:15 Uhr siebzehn Einsätze am Stück, so dass wir erst am Mittag des nächsten Tages wieder zur Ruhe kamen. Wir kümmerten uns dabei vor allem um die Gebiete Laufamholz, Hammer, Erlenstegen, Schafhof, Nordostbahnhof und natürlich auch um Ziegelstein und Buchenbühl. Das Betreueramt wird nun schon seit einigen Jahren von Armin Kierner ausgeübt, der für unsere Probleme immer ein offenes Ohr hat und uns als Verbindungsmann zur Berufsfeuerwehr immer mit Rat und Tat zur Seite steht – vielen Dank dafür an dieser Stelle!

Die Neuwahlen an der Jahreshauptversammlung 2003 haben eine komplette Neubesetzung der Verwaltung zur Folge. Der mittlerweile zum Stadtbrandmeister beförderte Löschzugführer Jürgen Geisler wird vom Oberfeuerwehrmann Markus Schmitt abgelöst. Das Amt des Schriftführers übernimmt Stefan Dunger, das Amt des Kassiers wird fortan von Benjamin Sörgel bestritten. Jürgen Geisler führte den Löschzug Buchenbühl nun mehr 27 Jahre, dies in Worten zu beschreiben würde diesen Rahmen natürlich sprengen. Ihm gebührt hier besonderer Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit.

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Am 27.09.2003 fand das Sirenendeaktivierungsfest statt. Das klingt natürlich makaver "eine Feuerwehr ohne Sirene?" Dadurch das im Einzugsgebiet der Sirene im Nuschelbergweg nur noch ein Kamerad wohnt und viele aus der Mannschaft bereits mit Funkmeldeempfängern ausgestattet sind, konnte die Sirene zur entlastung der Anwohner abgeschaltet werden. Ein Dankeschön gilt den fördernden Mitgliedern die mit Ihren Spenden es möglich gemacht haben, alle Kameraden mit Funkmeldeempfängern auszustatten. Das Sirenendeaktivierungsfest das auch von den Sirenenanwohnern mitgestaltet wurde verlief erfolgreich.

Das Jahr 2004 war ein ganz normales Einsatzjahr, die FF wurde zu 21 Einsätzen gerufen. In diesem Jahr wurde das erstemal Dienstsport fest in den Übungsplan aufgenommen, die Kameraden waren mit begeisterung dabei. Auch so einige Stunden Arbeitsdienst wurden am Gerätehaus abgeleistet um die Ausenanlagen umzugestalten. Überraschend legte am 31.12.04 der Löschzugführer/ Vorstand Schmitt Markus seine Ämter nieder.

Somit begann das Jahr 2005 mit Neuwahlen. Um wieder einen gleichen Wahlturnus zu erreichen legte die gesamte Verwaltung Ihre Ämter nieder. Dunger Stefan übernimmt das Amt des Löschzugführers / Vorstandes , Joachim Falkner bleibt weiterhin stellvertreter. Sörgel Benjamin gibt sein Amt alls Kassier aus Zeitgründen an den Kameraden Schönfelder Christian mit Vertreterin Rustler Marina, das Amt des Schriftführers übernimmt Lind Phillip mit stellvertreter Dickert Emmeram, als Revisoren gewählt wurden Dobberke Udo und Plank Dieter. Ein Dankeschön für die geleistete Arbeit gilt hier der gesamten Verwaltung. Besonderer Dank gilt an dieser Stelle unseren Jugendwarten Andreas Herzig mit stellv. Felsner Erwin, die durch ihre vorbildliche Arbeit mit unserer Jugendgruppe in den letzten Jahren den Nachwuchs für die Zukunft unseres Vereins gesichert haben.

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